Portrait- &

Lifestylefotografie

Wenn Fotografinnen sich treffen

Aktualisiert: 8. Aug 2019



Tesla-Chef Elon Musk hat wahrscheinlich nicht als Erster damit angefangen, aber er hat mit seiner Philosophie und der Offenlegung aller Patente ein Statement gesetzt. Ich bin sehr dafür, dass mehr nach dem Prinzip "Community over Competition" gelebt wird. Denn: Nicht nur die Liebe vermehrt sich, wenn man sie teilt. Auch Wissen, Kreativität, Freundlichkeit und Offenheit und vieles mehr.

Etwas vom Inspirierendsten und Beflügelndsten aber gleichzeitig etwas vom Beängstigendsten für Fotografen ist die Zusammenarbeit mit anderen Fotografen. Neben dem wichtigen und gesunden Austausch (die gleichen Herausforderungen, die gleichen Fragen, dieselben Zweifel und Gedanken, die einen verfolgen), der einen ermutigt und dem Know-How-Kaffeekränzli, an dem man Tips und Tricks teilt und neue Inputs bekommt sind da eben immer auch die Zweifel. Mache ich vielleicht alles falsch, ohne es zu merken? Bin ich auf dem Holzweg? Was denkt der/die andere von mir? Kann ich qualitativ mithalten? So gerät der (Foto-) Gestalter stets und immer wieder in den Strudel des Selbstzweifels. Doch - und das kann ich nach jahrelanger Erfahrung sagen: Es lohnt sich. IMMER. Die Inspiration und der positive Kick überwiegen deutlich. Man sollte keine Angst haben vor einer möglichen Blamage - erstens geht es dem Gegenüber genauso. Und selbst wenn. Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel.


Deshalb bin ich diesen Sommer und Herbst über meinen Schatten gesprungen und habe mit zwei befreundeten Fotografinnen je ein "Austausch-Shooting" gemacht. Wir haben uns abwechselnd gegenseitig fotografiert, das heisst, wir mussten sowohl hinter wie auch vor der Kamera stehen. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich, das sei ja ein Klacks für uns, wir wüssten ja genau, was zu tun ist. Wir positionieren und dirigieren ja ständig Personen vor der Kamera - das sollte uns leicht fallen. Falsch gedacht. Uns geht es vor der Kamera genauso wie jedem anderen Nicht-Model. Vielleicht ist es sogar noch schlimmer, da wir normalerweise die Kontrolle über diese Situation haben. Wir wurden also ungewohnterweise fotografiert und versuchten angestrengt, irgendwie nicht so nackt auszusehen, wie wir uns fühlten. Vielleicht fühlen sich Zahnärzte so, wenn sie zum Zahnarzt müssen.


Es waren zwei völlig unterschiedliche Menschen, zwei völlig verschiedene Tage (der eine grau und feucht, der andere strahlend blau) und ich habe die völlig verschiedenen Bilder, die daraus entstanden sind für euch wild durcheinander gemischt. Es fühlt sich mutig an, die beiden so nah nebeneinander zu stellen. Zwei Fremde, die nur durch ihre gemeinsame Leidenschaft und einen verbindenden Menschen so zusammenfinden. Katrin und Monika. Vielleicht lernen sie sich ja wirklich einmal kennen. Ich hoffe, ich darf dann mit meiner Kamera dabei sein.











Foto: Katrin Brunner, bildschoen-design gmbh


Foto: Katrin Brunner, bildschoen-design gmbh Foto: Monika Payer, Monika Payer Photography


Foto: Monika Payer, Monika Payer Photography